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✻  MIT WINZERN IM GESPRÄCH

Scheurebe fruchtsüß 2019

Die Scheurebe fruchtsüß 2019 ist ein restsüßer Wein mit nur 7,5 % Alkohol, weil die Gärung bewusst unterbrochen wurde und so Zucker erhalten blieb. Stilistisch zeigt sie süße, klar fruchtige Aromen von Mirabelle, Mandarine, Grapefruit und Citrus, wirkt dabei laut Winzer aber nicht klebrig, sondern harmonisch und leicht zu trinken.

Im Gespräch mit Andreas Gälweiler · Allrounder · Weinbau & Kellerwirtschaft·Weingut Albert Gälweiler·3 min Video

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Im Gespräch über einen restsüßen 2019er rückt Andreas Gälweiler, Allrounder in Weinbau und Kellerwirtschaft beim Weingut Albert Gälweiler, vor allem das Zusammenspiel von Frucht, Süße und Trinkfluss in den Mittelpunkt. Der Wein stammt aus der Nahe und zeigt für ihn sehr deutlich, warum die Scheurebe gerade in dieser Stilistik so überzeugend sein kann.

Gälweiler erklärt den technischen Kern des Weins knapp und anschaulich: Die Gärung lief nicht vollständig durch, sondern wurde unterbrochen. Dadurch blieb Restzucker erhalten, während der Alkohol niedrig blieb.

Das ist ein Wein, der in der Vergärung nicht durchgegangen ist, sondern in der Vergärung unterbrochen wurde und dadurch ist natürlich auch weniger Alkohol drin und als der Zucker ist geblieben.

Gerade einmal 7,5 Prozent Alkohol stehen am Ende auf dem Etikett. Für Andreas ist das keine bloße Zahl, sondern Teil des Gesamtbilds: ein Wein, der leicht wirkt, aber aromatisch sehr präsent ist. Seine Beschreibung bewegt sich dabei konsequent über Assoziationen, die man sofort greifen kann. Er spricht von Mirabelle, Mandarine, Grapefruit und allgemein von Citrusfrüchten. Vor allem aber bleibt ein Bild hängen, das er mehrfach bemüht.

Steht dem Wein unglaublich gut, durch seine fruchtigen Aromen und die Süße, die er mitbringt, hat er so einen richtigen Eindruck von so einem Bonbon oder einem Drops.

Dass Süße hier nicht als Last erscheint, sondern als Formgeber, ist ihm wichtig. Andreas betont, dass die Säure dagegenhalte und so ein harmonischer Eindruck entstehe. Der Wein wirke deutlich süßfruchtig, aber nicht schwer. Genau darin sieht er eine Stärke dieser Rebsorte: Sie trägt intensive, oft ausdrücklich süß wirkende Aromen schon von sich aus in sich und gewinnt durch einen fruchtsüßen Ausbau eher an Profil, als dass sie an Spannung verliert.

Lars Leistenschneider greift diesen Eindruck direkt auf.

Ja, herrlich, das kann die Scheurebe auf jeden Fall sehr gut, einen restsüßen Wein mit einer tollen Fruchtigkeit, wirklich wie ein Drops.

Auf diesen Punkt arbeitet Andreas im Grunde die ganze Verkostung hin. Für ihn ist das Entscheidende, dass die Süße nicht klebrig wirkt. Gerade bei restsüßen Weinen sei das oft die kritische Stelle. Hier aber bleibe nach längerem Probieren kein pappiger Eindruck zurück, sondern eine angenehme, fruchtige Süße. Auch deshalb, sagt er, habe man den Wein so benannt.

Ich finde ihn nicht zu klebrig süß, es ist eine angenehme Süße, die er mitbringt, eine schöne fruchtige Süße, nennt sich auch Frucht süß.

Der Stil ist damit klar umrissen: leicht zu trinken, aromatisch deutlich, süß, aber durch Säure ausbalanciert. Andreas beschreibt den Wein nicht als Sonderfall, sondern als bewusste Entscheidung für die Rebsorte. Wer gern liebliche Weine trinkt und dabei Frucht und Spannung sucht, findet hier nach seiner Einschätzung genau den passenden Ansatz. Dass ausgerechnet die Scheurebe dafür gewählt wurde, ist für ihn nur folgerichtig.

Gerade für die, die gerne süße Weine trinken und die süße, die spannend, die fruchtig sind, da ist die Scheurebe sehr gut geeignet und aus dem Grund machen wir aus der Scheurebe auch gerne einen frucht süßen Wein.

Steht dem Wein unglaublich gut, durch seine fruchtigen Aromen und die Süße, die er mitbringt, hat er so einen richtigen Eindruck von so einem Bonbon oder einem Drops.
Andreas Gälweiler
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