
Château Grès Saint Paul
Château Grès Saint Paul— Weingut, Profil & Sortiment
Die Geschichte . Ein mittelalterliches Erbe. Im Mittelalter stand eine kleine Kirche am alten Domitian Way zwischen Nîmes und Montpellier im Herzen des Languedoc: Saint-Paul de Cabrières. Als Zeugnis dieses inzwischen verschwundenen Erbes trägt das auf seinen Ruinen wiederaufgebaute Anwesen seinen Namen: Grès Saint-Paul. Der Weinberg in der Stadt Lunel befindet sich seit 1830 im Besitz der Familie Servière und erstreckt sich über die ersten Hochebenen am Mittelmeer mit Blick auf die Camargue und den Etang de l'Or. Jean Philippe Servière ist die 7. Generation auf Grès Saint-Paul. Sein Großvater erwarb um 1830 mehr als 100 ha.
Webseite von Château Grès Saint Paul besuchen →Weine von Château Grès Saint Paul
Stil & Handschrift
Château Grès Saint Paul wirkt in den vorliegenden Daten klar auf die südliche Rhône-Schule des Languedoc eingeschworen: Rotwein aus Syrah, Grenache und Mourvèdre, also eher auf Wärme, Würze und Substanz gebaut als auf kühle, schlanke Frucht. Aus dem einen greifbaren Ankerwein, dem Antonin 2000, lässt sich zumindest eine Handschrift in Richtung kraftvoller, mediterraner Cuvée ableiten, bei der eher das Zusammenspiel der Sorten als reine Rebsorten-Typizität im Vordergrund steht. Zu Ausbau, Lesezeitpunkt oder dem Verhältnis von Holz und Edelstahl geben die Quellen nichts Belastbares her; da wäre alles Weitere geraten. Entsprechend lässt sich der Stil nur vorsichtig umreißen: eher dunkelwürzig und körperreich als filigran, eher terroir- und Cuvée-geprägt als primär fruchtlaut. Mehr sollte man hier nicht behaupten.
Lage & Anbaugebiet
Château Grès Saint Paul ist im Languedoc-Roussillon verortet, genauer im Languedoc; der Wein „Antonin 2000“ mit Syrah, Grenache und Mourvèdre passt klar in den südfranzösischen Mittelmeer-Rahmen. Der Name „Grès“ verweist naheliegend auf sandstein- oder kiesige Böden, die Wasser eher zügig ableiten und die Reben zu tieferer Durchwurzelung zwingen können. Dazu kommt das warme, trockene Klima des Languedoc mit viel Sonne und regelmäßiger Windbewegung, was reife, dunkelfruchtige und würzige Rotweine begünstigt. Syrah bringt dabei meist Pfeffer und Struktur, Grenache Fülle und Wärme, Mourvèdre dunkle Würze und Gerbstoff. Eine genauere Appellation oder engere Sub-Region ist auf der vorhandenen Datengrundlage nicht belastbar zu benennen.
Passt zu
Zu einem Rotwein aus Syrah, Grenache und Mourvèdre aus dem Languedoc passt ein geschmortes Lammgericht aus dem Süden Frankreichs sehr gut, etwa Navarin d’agneau mit Kräutern, Oliven und etwas Knoblauch. Die Cuvée bringt in der Regel dunkle Frucht, Würze und spürbares Tannin mit, dazu genug Wärme, um auch kräftige Aromen nicht klein wirken zu lassen. Gerade Lamm nimmt diese herzhafte, leicht wilde Note auf, während Schmorsaft und Kräuter die würzigen Seiten des Weins aufgreifen. Auch eine Daube vom Rind mit schwarzen Oliven oder Ratatouille daneben funktioniert, weil der Wein sowohl mit Fleischsaft als auch mit mediterranem Gemüse gut umgehen kann. Wichtig ist: lieber geschmort oder gegrillt als fein und zart serviert, damit Wein und Teller auf derselben Lautstärke sprechen.
Languedoc-Roussillon, Languedoc
Das Languedoc liegt im Osten der Doppelregion Languedoc-Roussillon an der französischen Mittelmeerküste und umfasst die Départements Aude, Gard, Hérault und Lozère. Die Landschaft zieht sich in weitem Bogen von Nîmes Richtung Pyrenäen und öffnet sich wie ein Amphitheater zum Meer. Prägend sind die lange Küstenlinie, mediterranes Klima und ein großes, sehr vielfältiges Gebiet zwischen Ebene, Hügelland und höheren Lagen im Hinterland.
Mehr zur Region Languedoc-Roussillon, Languedoc →