
Château la Perrière
Château la Perrière— Weingut, Profil & Sortiment
VIGNOBLES JL SYLVAIN. Entdecken Sie 15 Minuten von Saint-Emilion entfernt den Charme des Château La Rose Perrière in Lussac. Das Château La Rose Perrière ist eines der ältesten Gebäude in der Appellation Lussac Saint-Émilion. Im Mittelalter pflanzten die Zisterziensermönche, die in der Abtei von Faize in Artigues de Lussac ansässig waren, die ersten Reben, auf denen sich das Anwesen befindet. Der Weinberg liegt auf einem außergewöhnlichen Terroir aus Ton und Kalkstein. Der Bach "La Perrière" entwässert den Untergrund und gibt dem Weinberg seinen Namen; es bedeutet "Karriere von Steinen “. Dies ist für den Reichtum seiner Geschichte, aber auch für sein Terroir Außergewöhnlich, dass Jean-Luc Sylvain, renommierter Küfer am rechten Ufer von Bordeaux, in den Bann dieses atypischen Anwesens geriet und es 2003 erwarb. Sie müssen 4 Generationen zurückgehen, um die Ursprünge dieser Familie zu verstehen, die sich für Wein und Holz begeistert.
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Stil & Handschrift
Château la Perrière wirkt stilistisch klar auf die rechte Bordeaux-Seite ausgerichtet: Merlot im Zentrum, ergänzt von Cabernet Sauvignon, also eher geschmeidige Frucht, dunklere Beeren, etwas Würze und Struktur statt kühler, schlanker Kante. Aus den vorliegenden Daten lässt sich vor allem das Terroir als Leitlinie lesen: Ton und Kalkstein in Lussac-Saint-Émilion sprechen für Substanz, saftige Fülle und zugleich eine kalkige Frische, die den Weinen Halt gibt. Dass Jean-Luc Sylvain aus dem Küferhandwerk kommt, macht Holzeinsatz naheliegend, belastbar belegt ist hier aber nur, dass der Stil nicht beliebig, sondern eher auf Charakter und Herkunft zielt. Der Château La Perrière Lussac 2005 mit Merlot und Cabernet Sauvignon passt genau in dieses Bild: ein klassischer, eher kraftvoller Bordeaux-Rotwein mit reifer Frucht, Gerbstoff und Bodenbezug statt primär sortiger Lautstärke. Insgesamt dürfte die Handschrift also weniger auf betont reduktive Frische oder Edelstahl-Präzision zielen, sondern auf texturierte, terroir-geerdete Rotweine mit rechter-Ufer-Typizität.
Lage & Anbaugebiet
Château La Perrière liegt in Lussac, rund 15 Minuten nördlich von Saint-Émilion, also am rechten Ufer von Bordeaux, in der Appellation Lussac-Saint-Émilion. Die Weinberge gehören damit zur Satellitenzone von Saint-Émilion, wo Merlot meist den Ton angibt, oft ergänzt von Cabernet Sauvignon. Laut Gut steht der Rebbestand auf Ton- und Kalkböden; diese Kombination bringt in der Regel saftige Frucht und Fülle aus dem Ton, dazu Frische, Spannung und etwas mehr Grip aus dem Kalk. Der namensgebende Bach „La Perrière“ entwässert den Untergrund, was auf solchen Böden wichtig ist, weil Wasserhaushalt und Wurzeltiefe den Stil stark prägen. Das Ergebnis sind hier typischerweise rechte-Ufer-Rotweine mit dunkler Frucht, weicherem Kern und einer kalkigen, eher straffen Linie im Finish.
Passt zu
Zur Hauptlinie von Château La Perrière passt ein klassisches Entrecôte bordelaise mit Schalotten, Rotweinsauce und gratiniertem Kartoffelgratin sehr stimmig. Die Stilistik aus Lussac-Saint-Émilion mit Merlot im Vordergrund und Cabernet Sauvignon im Rückgrat bringt meist dunkle Frucht, etwas Würze und genug Struktur mit, um Röstnoten vom Fleisch und die Tiefe der Sauce sauber aufzunehmen. Das kalk- und tongeprägte Terroir spricht oft für Frische und Zug im Wein, und genau das hält die Kombination trotz Butter, Jus und Gratin im Gleichgewicht. Sehr gut funktioniert auch Entenbrust mit Steinpilzen oder Cèpes à la bordelaise, weil die saftige, leicht erdige Art des Gerichts die Frucht und das herzhafte Tanningerüst des Weins nicht erschlägt, sondern zusammenzieht. So entsteht kein Show-Pairing, sondern ein rechter-Ufer-Klassiker: warm, würzig, bodennah.
Bordeaux, Lussac-Saint-Émilion
Lussac-Saint-Émilion liegt im Libournais, nordöstlich der Stadt Bordeaux, auf dem rechten Ufer der Dordogne. Die Appellation grenzt an Saint-Émilion und gehört zu den Satelliten-Appellationen dieser bekannten Herkunft. Geprägt ist die Gegend von sanften Hügeln und einem Weinbau, der klar auf rote Bordeaux setzt.
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