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Rebsorte

Molinara.

MolinaraWein: Charakter, Geschmack & passende Weine

Molinara ist eine alte Rebsorte aus Venetien, die selten im Rampenlicht steht und gerade deshalb spannend ist.

Auf einen Blick
Herkunft
Venetien, Gardasee
Farbe
Rot
Alkohol
12 %
Lagerpotenzial
kurz bis mittel
Kapitel I

Geschmack & Charakter

Molinara wirkt im Glas meist leicht bis schlank, mit frischer, klarer Säure und nur wenig Tannin; der Körper bleibt eher zart, der Alkohol moderat. Aromatisch steht oft die rote Frucht vorne: Sauerkirsche, Johannisbeere, rote Pflaume, dazu etwas Cranberry oder Granatapfel, also eher hell und herb als dunkel und süß. Die Textur ist saftig, manchmal fast kernig, ohne viel Polster am Gaumen, was der Sorte etwas Geradliniges gibt. Der Nachhall fällt eher mittellang bis kurz aus und trägt oft eine leicht herbe, mandelige oder kräuterige Spur mit. In Rosé oder als Teil von Bardolino wirkt das besonders direkt und kühl, im Ripasso eher als frische, säuregebende Stimme im Hintergrund als als Sorte, die den Ton alleine angibt.

Kapitel II

Anbau & Region

Molinara ist eng mit dem Veroneser Raum in Venetien verbunden, vor allem mit Valpolicella DOC, Bardolino DOC und Bardolino Classico DOC am Ostufer des Gardasees. In den Hügeln der Valpolicella wachsen die Reben oft auf kalk- und tonhaltigen, teils auch vulkanisch geprägten Böden: Kalk hält die Säure straff, Ton gibt etwas Saft, deshalb bringt Molinara hier eher helle, schlanke Weine mit roter Frucht und frischer, leicht salziger Linie als dunkle Wucht. Rund um Bardolino und im Classico-Gebiet wirkt der Gardasee als Temperaturpuffer, dazu kommen moränische Böden aus Kies, Sand und Kalkschotter; das ergibt leichtere, duftige Weine und Rosati mit zarter Farbe, mehr Kräuterwürze und oft spürbarem Zug im Finish. Historisch spielte Molinara in Verschnitten für Valpolicella und auch Ripasso eine Rolle, weil sie Frische und Trinkfluss einbringt, selbst wenn sie heute seltener geworden ist. Wo sie nahe am See steht, fällt der Stil meist noch feiner und luftiger aus; weiter in den Hügeln kann sie etwas herber, würziger und säurebetonter wirken.

Kapitel III

Passt zu

Molinara bringt oft helle rote Frucht, frische Säure und wenig Schwere mit, darum funktioniert sie sehr gut zu gegrillter Forelle: Die Säure nimmt dem Fisch etwas Fett, die zarte Struktur erschlägt das feine Fleisch nicht. Auch Vitello tonnato ist stark, weil die Frische gegen die cremige Thunfischsauce arbeitet und die leichte Herbe den Kapern gut steht. Zu Risotto mit Radicchio passt Molinara ebenfalls, denn die rote Frucht nimmt dem bitteren Radicchio die Spitze, während die Säure das cremige Mundgefühl auflockert. Wenn der Wein als Ripasso mehr Dichte und etwas mehr Gerbstoff mitbringt, kann auch Ossobuco gut passen: Das Eiweiß im geschmorten Kalbfleisch fängt die Tannine ab, und die Säure hält das Mark und die Sauce im Gleichgewicht. Sehr stimmig ist auch Pasta al pomodoro oder Lasagne mit Gemüse, weil Säure auf Säure hier nicht kippt, sondern die Tomate sauber aufnimmt und den Wein lebendig wirken lässt.

Kapitel IV

Empfohlene Molinara-Weine

4 Weine
IJg. 2025
Lenotti Chiaretto Rosé Bardolino Classico DOC 2025

Lenotti Chiaretto Rosé Bardolino Classico DOC 2025

Lenotti
VENETIEN, GARDASEE · CORVINA, MOLINARA, RONDINELLA5,95
IIJg. 2024
Maria Pia Chiaretto di Bardolino DOC Classico 2024

Maria Pia Chiaretto di Bardolino DOC Classico 2024

Terre di Maria Pia
VENETIEN, GARDASEE · CORVINA, MOLINARA, RONDINELLA7,95
IIIJg. 2022
Lenotti Le Crosare Valpolicella Ripasso DOC 2022

Lenotti Le Crosare Valpolicella Ripasso DOC 2022

Lenotti
VENETIEN, GARDASEE · CORVINA, MOLINARA, RONDINELLA12,95
Weitere 1 Molinara-Weine
Nach Bestand
Kapitel V

Häufige Fragen zu Molinara

01

Wie schmeckt Molinara als Weintraube bzw. im Wein?

Molinara bringt meist leichte, frische Weine mit heller Frucht, etwas Kräuter und einer spürbaren Säure. Oft wirkt sie eher zart und geradlinig als opulent, mit wenig Tannin und nicht viel Farbe.
02

Bei welcher Temperatur sollte ein Molinara-Wein serviert werden?

Am besten leicht gekühlt, bei etwa 8 bis 10 °C für Rosé und frische, leichte Weine. Wenn Molinara Teil eines Rotweins ist, sind 14 bis 16 °C meist ein guter Bereich.
03

Was passt zu Molinara-Weinen?

Gut funktionieren einfache, salzige und nicht zu schwere Gerichte: Antipasti, gegrilltes Gemüse, Fisch, helle Fleischgerichte oder Pasta mit leichter Sauce. Wegen der frischen Säure passt Molinara auch gut zu etwas Fett und Würze.
04

Wie lange ist ein Molinara-Wein lagerfähig?

Die meisten Weine mit Molinara sind für frühen Trinkspaß gedacht und nicht für lange Lagerung. Rosé und leichte Rotweine trinkt man meist innerhalb von 1 bis 3 Jahren nach der Ernte.
05

Was ist der Unterschied zwischen Molinara und anderen Rebsorten wie Corvina oder Rondinella?

Molinara liefert meist mehr Säure und Leichtigkeit, aber weniger Farbe und Körper als Corvina. Im Verschnitt sorgt sie oft für Frische, während Corvina eher Struktur und Rondinella mehr Fülle beisteuern.