
Domaine de la Poulette
Domaine de la Poulette— Weingut, Profil & Sortiment
Domaine du Clos des Poulettes. Nuits Saint George, Nuits Saint Gearge 1er Cru, . Vosne Romanée 1er Cru. Die Domaine du Clos des Poulettes, ehemals Domaine de la Poulette, ist ein sehr altes Anwesen, das einer Familie gehört, deren Anwesenheit seit Ludwig XIV. Dokumentiert ist. Seit mehr als sechs Generationen wird es von Frauen weitergegeben, die alle eine Leidenschaft für Wein haben und immer gewusst haben, wie man Männer neben sich auswählt, um die Fackel der Domaine weiter zu geben. Seit 1850 finden wir die Namen von Renevey (Théodore Renevey schuf zu Beginn dieses Jahrhunderts die Sorte Pinot, die seinen Namen trägt), von Joannet in Arcenant, von Grivot in Vosne Romanée, von Charles Maitrot, der Generalinspektor der Landwirtschaft, Direktor für ländliche Technik und Kommandeur der Ehrenlegion, und schließlich Lucien AUDIDIER, Großvater des derzeitigen Managers Hélène MICHAUT-AUDIDIER.
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Stil & Handschrift
Die Handschrift der Domaine de la Poulette wirkt klar burgundisch und klar auf Pinot Noir fokussiert: Nuits-Saint-Georges und Vosne-Romanée stehen hier eher für Herkunft als für laute Keller-Effekte. Aus den vorliegenden Daten lässt sich kein sicherer Schluss zu Ausbau in Holz oder Edelstahl, zu Reduktion oder Oxidation ziehen; plausibel ist vor allem ein Stil, der die Lagen sprechen lässt, nicht die Technik. Entsprechend dürfte die Bandbreite im Sortiment zwischen straffer, würziger, eher dunkler Frucht aus Nuits-Saint-Georges und feinerer, duftigerer Ausprägung in den höher eingestuften Herkünften liegen. Der Nuits St.-Georges 1er Cru Les Poulettes 2010 steht dabei als gutes Beispiel für einen Wein, bei dem Struktur, Würze und Herkunft wichtiger sind als Primärfrucht. Kurz: eher terroir-betont als sortenlaut, mit Pinot Noir als Medium und Burgund als eigentlicher Tonlage.
Lage & Anbaugebiet
Die Domaine de la Poulette arbeitet im Burgund, genauer in der Côte de Nuits nördlich von Beaune, mit klarer Verankerung in Nuits-Saint-Georges und dort auch in Premier-Cru-Lagen wie Les Poulettes; im Sortiment taucht zudem Vosne-Romanée 1er Cru auf, also ebenfalls klassische Côte-de-Nuits-Herkunft. Das ist die kühle, kontinentale Seite Burgunds: lange Vegetationsperiode, deutliche Jahrgangsunterschiede, genug Frische für Pinot Noir, aber meist auch genug Reife für Struktur und Tiefe. Typisch für die Gegend sind Kalk- und Mergelböden mit hohem Steinanteil an den Hängen, dazu die gestaffelten Expositionen der Côte, die je nach Lage mehr Feinheit, Spannung oder dunklere, erdigere Würze bringen. Rund um Nuits-Saint-Georges zeigen die Weine oft mehr Griff und Gerüst als weiter nördlich in Vosne-Romanée, wo Pinot Noir häufig geschmeidiger und duftiger wirkt. Viel weiter weg springt das Gut nach den verfügbaren Daten nicht: Die kurze Tour durchs Sortiment bleibt in der Côte de Nuits, also im Kernland des roten Burgunders.
Passt zu
Zur Hauptlinie von Domaine de la Poulette mit Nuits-Saint-Georges und Vosne-Romanée aus Pinot Noir passt am besten klassische burgundische Küche: Coq au Vin, Boeuf Bourguignon oder Entenbrust mit Pilzen und einem kleinen Jus. Diese Weine leben meist von roter Frucht, feiner Würze, spürbarem, aber nicht grobem Tannin und einer frischen Säure — genau das schneidet durch Schmorjus, greift die Röstaromen auf und hält das Gericht lebendig statt schwer. Besonders gut funktioniert auch Kalb mit Morcheln oder ein einfaches Poulet rôti, wenn der Wein eher auf der feineren, duftigeren Seite steht. Der Punkt ist nicht Wucht, sondern Spannung: Erde, Pilz, Geflügel, dunkler Saft und Pinot finden hier sehr natürlich zusammen.
Burgund
Burgund liegt im Osten Frankreichs und zieht sich als lange Weinlandschaft von Chablis im Norden bis ins Mâconnais im Süden. Geprägt ist die Region vor allem von einem schmalen Hügelzug mit vielen unterschiedlich ausgerichteten Lagen; dazu kommt ein kühler bis gemäßigter Kontinentaleinfluss. Die Weinorte an der Côte de Nuits und Côte de Beaune sind besonders berühmt, ebenso Chablis und die Crémant-Erzeugung.
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