Jean Durup Père & Fils SA
Jean Durup Père & Fils SA— Weingut, Profil & Sortiment
Eine grosse Auswahl von Burgunderweinen. Die Familie Durup, Winzer vom Vater zum Sohn, bewirtschaftet seit mehreren Jahrhunderten Weinberge in Chablis. Jean Durup hat das ursprüngliche Weingut des Château de Maligny wiederhergestellt, dessen Urgroßvater, Paul Gally, im letzten Jahrhundert (bzw. im 19. Jahrhundert) der letzte Gutsverwalter war. Die Domänemarke Domaine de L´Eglantière ist das bekannteste Gut der Familie Durup in Frankreich. Die verschiedenen Chablis-Weine, die unter diesen beiden og. und prestigevollen Etiketten verkauft werden, stammen alle aus der einzigen in Chablis verwendeten Rebsorte, dem Chardonnay.
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Stil & Handschrift
Jean Durup Père & Fils steht klar auf der klassischen Chablis-Linie: Weißweine aus Chardonnay, mit Fokus auf Herkunft statt auf Sorten-Show. Aus den verfügbaren Daten lässt sich vor allem eine Stilspanne innerhalb Chablis ablesen, vom geradlinigen Petit Chablis bis zu dichteren, ernsteren Weinen aus alten Reben oder Premier Cru-Lagen wie Fourchaume. Das spricht eher für Frische, Kalk, Zitrus und eine trockene, straffe Art als für viel Holz, reife Opulenz oder oxidative Wärme; belastbare Hinweise auf Barrique oder einen bewusst reduktiven Ausbau liegen hier aber nicht vor. Die Handschrift wirkt damit eher terroirbetont als technisch aufgeladen: grüngoldene Farbe, feines Bouquet, dazu die typische Spannung, die man in Chablis sucht. Ein guter Anker im Sortiment ist der Chablis Premier Cru Fourchaume, der diese präzisere, etwas konzentriertere Seite der Familie zeigen dürfte.
Lage & Anbaugebiet
Jean Durup Père & Fils sitzt in Maligny nördlich von Chablis, im Département Yonne in Burgund, und arbeitet vor allem in der Appellation Chablis samt ihren Unterstufen Petit Chablis und Premier Cru, hier etwa Fourchaume. Das ist der kühle Norden Burgunds: ein eher kontinentales Klima mit frischen Jahren und realem Frostrisiko, was den Weinen ihre straffe, geradlinige Art mitgibt. Prägend sind die berühmten kalk- und fossilreichen Kimmeridge-Böden rund um Chablis; sie bringen oft genau diese salzige, kreidige, zitrische Spannung, für die die Gegend bekannt ist. Petit Chablis wächst häufig auf etwas höher gelegenen Plateaus, oft auf Portland-Kalk, und wirkt deshalb meist leichter und direkter, während Chablis und besonders Premier-Cru-Lagen wie Fourchaume mehr Tiefe und Länge zeigen. Die Exposition der Hänge ist in Chablis wichtig, weil Sonne und Wind hier viel ausmachen: gut ausgerichtete Parzellen reifen zuverlässiger aus, ohne dass die kühle Frische verloren geht.
Passt zu
Zu Jean Durup Père & Fils passt als Signature-Pairing ganz klar Austern aus der Bretagne oder, noch näher an der Region, Jambon persillé aus dem Burgund. Die Chablis-Stilistik lebt hier vom Chardonnay: straff, kühl, grüngolden im Ausdruck, mit feinem Bouquet und dieser klaren, salzigen Frische, die rohe Meeresaromen nicht zudeckt, sondern schärfer zeichnet. Bei Austern greift die jodige Note die Mineralität des Weins auf, während die Säure den Mund sauber hält und jede nächste Auster frisch wirken lässt. Jambon persillé funktioniert anders, aber genauso gut: Die Kräuter, die kühle Gelatine und das zarte Schweinefleisch treffen auf die Präzision des Weins, der Fett und Würze ordnet, ohne hart zu werden. Wer es warm aus der Küche mag, landet mit Forelle Müllerin oder Zander in Beurre blanc ebenfalls sehr richtig, weil Chablis Butter tragen kann, ohne seine Spannung zu verlieren.
Burgund
Burgund liegt im Osten Frankreichs und zieht sich als lange Weinlandschaft von Chablis im Norden bis ins Mâconnais im Süden. Geprägt ist die Region vor allem von einem schmalen Hügelzug mit vielen unterschiedlich ausgerichteten Lagen; dazu kommt ein kühler bis gemäßigter Kontinentaleinfluss. Die Weinorte an der Côte de Nuits und Côte de Beaune sind besonders berühmt, ebenso Chablis und die Crémant-Erzeugung.
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